Facettengelenksinfiltration - häufig gestellte Fragen

Was ist eine Facettengelenksinfiltration?

Die Facettengelenksinfiltration ist eine anerkannte und sehr sichere Methode der mikroinvasiven Schmerztherapie an der Wirbelsäule.

Wann sollte eine Facettengelenksinfiltration durchgeführt werden?

Die Facettengelenksinfiltration ist eine lokale Schmerztherapie und sollte bei Schmerzsyndromen eingesetzt werden, die sicher durch die Irritation der kleinen Wirbelgelenke hervor gerufen werden.

Hierzu zählen:

  • Facettengelenksarthrosen - diese stellen die häufigste Ursache gut lokalisierbarer Rückenschmerzen dar.         
  • Entzündungen der kleinen Wirbelgelenke, wie sie im Rahmen von Arthrosen, aber auch chronisch entzündlichen Erkrankungen vorkommen (z.B. Rheuma).

Was ist vor einer Facettengelenksinfiltration zu beachten

Medikamente zur Blutverdünnung (ASS, Aspirin, Heparin) müssen vor der Untersuchung für ca. 7 Tage abgesetzt werden.

Bei Patienten unter Marcumar-Therapie darf eine MR-Arthrographie nur nach Umstellung auf Heparin bzw. einem Quick-Wert von >50% durchgeführt werden.

Wie funktioniert eine Facettengelenksinfiltration?

Um den Schmerz gezielt am Gelenk zu therapieren, wird eine spezielle (sehr dünne) Nadel unter Bildkontrolle in unmittelbarer Nachbarschaft des Gelenks platziert. Die korrekte Nadellage wird abschließend durch eine nochmalige CT der Region sichergestellt. Erst wenn die Nadel richtig positioniert wurde, erfolgt die Gabe von Bucain (0,25%) und Volon A.

Bucain 0,25% (Wirkstoff Bupivacain 0,25%) ist ein seit vielen Jahren in der Routine eingesetztes, lokales Schmerzmittel zur Behandlung des Akutschmerzes.

Volon A (Wirkstoff: Triamcinolon) ist ein an kleinste Kristalle fixiertes Cortisonpräparat zur langfristigen entzündungshemmenden Therapie.
Durch die pharmakologische Struktur des Medikaments erreicht dieses am Ort der Injektion eine hohe lokale Wirkung bei minimalen systemischen Nebenwirkungen.

Wie lange wirkt eine Facettengelenksinfiltration?

Über die Dauer des Erfolgs nach einer Facettengelenksinfiltration lässt sich keine eindeutige Aussage machen. Bei richtig gestellter Indikation (Entscheidung ob eine Facettengelenksinfiltration die richtige Methode zur Schmerztherapie ist) kann schon nach der ersten Injektion ein nachhaltiger Erfolg einsetzen. Oft muss die Therapie im Abstand von 3-4 Wochen wiederholt werden.

Wie oft kann eine Facettengelenksinfiltration durchgeführt werden?

Die Häufigkeit einer Facettengelenksinfiltration richtet sich in erster Linie nach dem Therapieerfolg. Ist ein Patient nach der ersten Injektion beschwerdefrei, wird auf weitere Injektionen verzichtet.

Im Falle eines sich nicht dauerhaft einstellenden Therapieerfolgs sollte eine PRT nicht häufiger als 5-6 Mal durchgeführt werden.

Was ist nach einer Facettengelenksinfiltration zu beachten?

Nach der Durchführung einer Facettengelenksinfiltration kann der Patient seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

Facettengelenksinfiltration

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häufig gestellte Fragen zum Thema Facettengelenksinfiltration

Patientenaufklärung Facettengelenksinfiltration/PRT (PDF)