Periradikuläre Therapie - häufig gestellte Fragen

Die periradikuläre Therapie ist eine anerkannte und sehr sichere Methode der minimal-inasiven Schmerztherapie an der Wirbelsäule zur Behandlung radikulärer Schmerzsyndrome (Schmerzen, die durch eine Reizung der Nervenwurzel hervorgerufen werden).

Die PRT ist eine lokale Schmerztherapie und sollte bei Schmerzsyndromen eingesetzt werden, die sicher durch die Irritation einer Nervenwurzel hervorgerufen werden.

Hierzu zählen:

  • Kompression einer Nervenwurzel durch einen Bandscheibenvorfall
  • Kompression einer Nervenwurzel durch eine Einengung der Nervenaustrittslöcher (Neuroforamenstenosen)
  • Irritation der Nervenwurzel durch postoperativ entstandenes Narbengewebe.

Medikamente zur Blutverdünnung (ASS, Aspirin, Heparin) müssen vor der Untersuchung für ca. 7 Tage abgesetzt werden.

Bei Patienten unter Marcumar-Therapie darf eine MR-Arthrographie nur nach Umstellung auf Heparin bzw. einem Quick-Wert von >50% durchgeführt werden.

Um den Schmerz gezielt an der Nervenwurzel zu therapieren, wird eine spezielle (sehr dünne) Nadel unter Bildkontrolle in unmittelbarer Nachbarschaft der Nervenwurzel platziert. Die korrekte Nadellage wird abschließend durch eine nochmalige CT der Region sichergestellt. Erst wenn die Nadel richtig positioniert wurde, erfolgt die Gabe von Bucain (0,25%) und Volon A.

Bucain 0,25% (Wirkstoff Bupivacain 0,25%) ist ein seit vielen Jahren in der Routine eingesetztes, lokales Schmerzmittel zur Behandlung des Akutschmerzes.

Volon A (Wirkstoff Triamcinolon) ist ein an kleinste Kristalle fixiertes Cortisonpräparat zur langfristigen entzündungshemmenden Therapie.
Durch die pharmakologische Struktur des Medikamentes erreicht dieses am Ort der Injektion eine hohe lokale Wirkung bei minimalen systemischen Nebenwirkungen.

Teils kann bereits nach einmaliger Behandlung ein nachhaltiger Erfolg erzielt werden, teils muss die Therapie im Abstand von 3-4 Wochen wiederholt werden.

Die Häufigkeit einer PRT richtet sich in erster Linie nach dem Therapieerfolg. Ist ein Patient nach der ersten Injektion beschwerdefrei, wird auf weitere Injektionen verzichtet.

Im Falle eines sich nicht dauerhaft einstellenden Therapieerfolges, sollte eine PRT nicht häufiger als 5-6 mal durchgeführt werden.

Nach der Durchführung einer PRT kann der Patient seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

häufig gestellte Fragen zum Thema PRT

Patientenaufklärung PRT (PDF)